Weltacker – das globale Ernährungssystem zum Anfassen
Wie viel Ackerland würde jedem einzelnen Menschen zur Verfügung stehen, wenn wir die gesamte Ackerfläche dieser Welt gerecht verteilen würden? Es sind rund 2000 m². Darauf muss eine Menge wachsen: Getreide für Brot und Pasta, Reis, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Öl, Zucker… Aber auch Futter für die Tiere, deren Fleisch, Milch und Eier wir verzehren. Zudem die Baumwolle für Jeans, der Tabak für Raucher:innen und obendrein Rohstoffe für die Herstellung von Biotreibstoff und für die Industrie. Ein Weltacker zeigt diese 2000 m² modellhaft auf und bietet so eine sinnliche und anschauliche Erfahrung, die zum Nachdenken und Diskutieren anregt.
Unter dem Motto «Mein Essen wächst nicht im Laden» entdecken, begreifen und erfahren Schüler:innen, wo Tomaten, Brot und Jeans herkommen und wie sich Ernährungsgewohnheiten auf Landschaft, Umwelt und Klima auswirken. Die Inhalte für Schulklassen aus Zyklus I-III sind auf den Lehrplan 21 abgestimmt und werden stufengerecht und erlebnisorientiert vermittelt. Die Lehrpersonen erhalten verständliche und fundierte Hintergrundinformationen für die Vor- und Nachbereitung mit der Klasse.
Auf Stufe Sek II verschiebt sich der Fokus der Unterrichtseinheiten und es können komplexere Fragen behandelt werden. Der Weltacker und seine verschiedenen Illustrationen sind ein idealer ausserschulischer Lernort, um gemeinsam über folgende Fragen nachzudenken: Wie viel Quadratmeter Boden verbrauche ich für mein Mittagessen? Wie beeinflusse ich mit meinen Einkäufen, was auf den Äckern der Welt wächst?
Aktuell gibt es in der Schweiz vier Weltäcker: Attiswil BE (nahe Solothurn), Nuglar SO (nahe Liestal), Zollikofen (bei Bern) und Zürich.